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Stillen - Mach's dir gemütlich

🤱🏼 Die Still-Umgebung


Warum ist es so wichtig sich eine optimale Still-Umgebung zu schaffen? Kann ich nicht überall stillen und meinem Baby Muttermilch geben? Ich kann dir eines sagen, es ist wirklich wichtig sich einen Ort zu schaffen, an dem du alles in deiner Reichweite hast. Vor allem am Anfang eurer Stillbeziehung wirst du viele viele Stunden damit verbringen an einem Ort "angebunden" zu sein. Genau diesen Ort solltest du dir bequem und einladend gestalten. Was ich damit meine werde ich dir nun erklären.

Das geeignete Plätzchen

Suche dir in deinem Zuhause einen Ort an dem du dich wohl fühlst. Bedenke, dass du es dir dort bequem machen sollst. Das kann das Bett sein mit vielen Kissen und einer warmen Decke oder auch die Couch im Wohnzimmer. Die ersten Wochen wirst du dort wohl die meiste Zeit verbringen. Viele Babys schlafen beim Stillen ein und lieben es auf Mama zu schlafen. Nur wenige Mütter haben das Glück, dass sie das Baby schlafend irgendwo ablegen können. Wenn du im Sitzen stillst, dann wirst du eventuell in dieser Position verharren müssen, bis sich die Augen wieder öffnen. Möchtest du dich in der Schlafphase deines Babys um etwas anderes kümmern (ich gebe dir den Tipp, lass es dich selbst sein und nicht immer der Haushalt), dann versuche im Liegen zu stillen. Dadurch hast du die Chance eventuell aufstehen zu können und dein Baby kann im liegen weiterschlafen. Allerdings kann es auch gut sein, wenn du einfach mit schläfst. So kannst du deinen Energietank ebenfalls auffüllen.

Eine ruhige Umgebung ist ebenfalls sehr angenehm. Schließe das Fenster, mach dir ein warmes Licht an oder lasse leise im Hintergrund beruhigende Musik laufen. Beim Stillen geht es nicht nur um die Nahrungsaufnahme, sondern dient auch als Beruhigung des Babys. Es genießt deine Nähe und wird sich in deinen Armen an der Brust geborgen fühlen. In manchen Altersphasen (ab dem 6. Monat) brauchen Kinder auch zunehmend eine ruhige Umgebung. Viele lassen sich von anderen Umweltreizen schnell ablenken und kommen nicht zur Ruhe. Ein abgedunkelter Raum oder eine reizarme Umgebung können Abhilfe schaffen.

Unsere Stillecke - Kissen zum Stützen und Lagern

Utensilien

Ich empfehle immer wieder sich einen kleinen Korb mit den wichtigsten Utensilien zusammen zustellen. Es mag einem komisch vor kommen, aber manchmal sind die Arme zu kurz und der Babyschlaf nicht tief genug. Ich saß manchmal da, wenn mein Liebster nicht zu Hause war, und starrte die Trinkflasche auf dem Tisch an, mit dem Gefühl halb zu verdursten. Oft ärgerte ich mich, dass mein Smartphone oder Buch 5 cm zu weit weg lagen. Den Babyschlaf wollte ich deswegen nicht riskieren, doch bei 3 h Schlaf kann einem ganz schön langweilig werden, wenn man nicht selbst gerade müde ist, Daher rate ich dir dazu, lege dir alles in Griffnähe was du benötigst. 

So sah mein Körbchen aus. Ich brauchte immer Mullwindeln. Am Anfang wegen den Stillhütchen, die immer Milch verloren beim Abdocken, später waren sie für den Milchspendereflex und das Spucken der Kleinen gut zu gebrauchen. Eine Lanolin-Salbe für die beanspruchten Brustwarzen ist auch nie verkehrt. Nach dem Abdocken habe ich nicht nur die Muttermilch antrocknen lassen, sondern cremte sie nochmal mit der Salbe ein. So konnte sie bis zum nächsten Stillen gut einziehen. Die Schale für die Stillhütchen war auch immer präsent. Für mich war die Anfangszeit auch stark mit Stilleinlagen verbunden. Durch den starken Milchspendereflex waren die Einlagen schnell klitsch nass. Ein Milchauffangbehälter wäre eventuell eine gute Lösung gewesen.

Mullwindeln, Stilleinlagen, Lanolin-Salbe und Stillhütchen

Medela Stillhütchen, Lansinoh Stilleinlagen, Babylove Mama Brustwarzensalbe und eine Mullwindel


Beschäftigung während dem Stillen

Die Stilldauer eines Kindes ist so unterschiedlich, wie es auch die Kinder selbst sind. Manch einer stillt 3 Minuten der andere benötigt für eine Stillmahlzeit 45 Minuten oder länger. Es ist keines Falls verwerflich sich da nicht nur die ganze Zeit auf sein Kind zu konzentrieren, obwohl es so schön ist die kleinen Wesen beim trinken zu beobachten. Genieße die Zeit wie sie für dich am angenehmsten ist. Vor allem bei Clusterfeeding-Phasen wirst du froh sein, wenn du nebenbei etwas anderes machen kannst. Hier hast du ein bisschen Anregung was du machen könntest:

*Schlafen
*Lesen
*Film schauen (am besten ganz leise und hinter dem Rücken des Babys)
*Musik hören (Kopfhörer einseitig)
*Handarbeiten (Häkeln, Stricken...)
*Smartphone (Pinterest, Chat, Fotos ansehen, Tagebuch schreiben...)
*Pläne schmieden
*Online Shops durchsuchen
*YouTube

Ich denke dir werden noch viele anderen tolle Dinge einfallen. Nutze die Zeit solange du sie hast, denn irgendwann werden die Schlafphasen kürzer und du hast weniger Zeit für dich.



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