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Gemeinsames Essen - Warum es ab Beikost so wichtig ist!

Gemeinsames Essen - Warum es für die Entwicklung so wichtig ist. 


Noch schnell das vorgekochte Essen, vom Kind, aufwärmen, damit es was im Bauch hat und schlafen gehen kann. Nachdem das Kind schläft, hat Mama eigentlich keine Lust mehr für sich zu kochen. Der schnelle Griff zu Fertigprodukten oder Süßem ist oft nicht weit entfernt. Warum dies nicht nur für dich zum Nachteil werden kann. 

Nicht nur für die Gemeinschaft 

Warum du dir aber nun die Zeit und Mühe machen solltest, gemeinsam mit deinem Kind zu essen? Es geht nicht darum, in geselliger Runde am Tisch zu sitzen, sondern um viel mehr. Natürlich sind beim Essen gemeinschaftliche Interaktionen vorhanden und es schmeckt auch viel besser, wenn man gemeinsam isst. Die kleinen Kinder lernen am gemeinsamen Essen viel mehr, als du denkst. Nämlich unsere Esskultur.

Entwicklung

Am Anfang wird mit dem Essen viel gespielt, mit den Händen gegriffen und experimentiert. Dies gehört zur normalen Entwicklung dazu und kann, je nach unterbinden des Verhaltens, mehrere Monate andauern. Auch im 2. und 3. Lebensjahr kann nochmal eine Phase kommen, in der das Kind mit den Fingern essen möchte. Viele Eltern sehen sich unter Druck gesetzt, dass das Kind möglichst zeitig mit Besteck essen sollte. Dass Kinder von ganz allein mit Besteck essen wollen und auch umsetzen, hängt von den Vorbildern und den Fähigkeiten ab. Mit den ausgereiften Fähigkeiten, in der Fein- und Grobmotorik, wird es versuchen den Löffel so zu benutzen, wie du ihn verwendest. Dazu benötigt dein Kind auch eine gute Hand-Mund-Koordination. Dies muss trainiert werden und ist stark individuell, sodass man kein Alter festlegen kann. 

Es wird nie Tischmanieren erlernen

Diesen Satz höre ich ganz oft, wenn es, um das Essen mit Besteck geht. Auch in diesem Bereich bewirkt Druck, auf das Kind, eher das Gegenteil. Es muss von sich aus kommen und dazu benötigt es nicht nur die motorischen Voraussetzungen, sondern gute Beispiele, an denen es sich orientieren kann. 

Kleine Kinder lernen nicht nur im jungen Alter über Vorbilder und Nachahmung dieser, auch später wird diese Art von Lernen noch oft stattfinden. Wer hat nicht versucht so zu sein wie die Teen-Idole? 

Wenn es dich beim Essen beobachten kann, kommt die Motivation von allein. Denn da macht mein größtes Vorbild etwas, was ich auch gern machen würde. Zudem kann man mit dem Löffel viel mehr in den Mund bekommen, als mit den Fingern. Es gibt genügend Motivation mit dem Löffel zu essen, du musst nur den Rahmen dafür schaffen. 

Der Prozess 

Kommen wir nun dazu, wie das ganze funktionieren soll oder wie man das Ganze am besten angeht. 

Wichtig ist, dass dein Kind die Chance hat mit einem Löffel in Kontakt zu kommen, sich damit auseinanderzusetzen und zu üben. Dies geht nur, wenn es auch einen Löffel während der Mahlzeiten erhält. Einen eignen. Am besten startest du damit, wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind Interesse am Essen zeigt. Die ist oft um den 4. Lebensmonat, du wirst sehen, es wird mit dem Löffel zufrieden sein und kann ihn gleichzeitig erkunden.

Nach dem Beikoststart kannst du dieses "Ritual" beibehalten. Nicht nur zum Essen ist ein Löffel toll, er hilft auch beim Zahnen. Das Metall kühlt und durch das Kauen, auf dem harten Metall, wird gleichzeitig das Zahnfleisch massiert. 

Setzt euch gemeinsam an den Tisch. Du auf einem Stuhl und dein Kind, an der nächsten Ecke, neben dir. So hat es einen guten Blick in dein Gesicht und sieht was du am Tisch machst. 

Das Essen kannst du entweder am Abend vorkochen, wenn du das Gefühl hast, du schaffst es nicht zur Mittagszeit. Mit zunehmenden Alter des Kindes wird es besser zu managen sein. Auch schnelle Gerichte wie Grieß mit Obst, Nudeln, Maisgrieß oder Reis mit etwas angebratenem Gemüse sind schnell zubereitet. 

Mehr brauchst du nicht zu tun. Außer Geduld zu haben und dein Kind zu unterstützen, wenn es langsam versucht mit dem Löffel essen zu wollen. Kein Druck, ist dabei die wichtigste Komponente im Spiel. 

Vorbildwirkung 

Genau da, kommst du ins Spiel. Wenn du gemeinsam mit deinem Kind isst, wird es sehen wie du Messer und Gabel benutzt. Es sieht dich und wird dich zu gegebener Zeit nachahmen wollen. 

Wenn du möchtest, dass dein Kind das Messer nicht ableckt, dann unterlasse dies selbst. Kinder schauen sich sehr viel von ihren Vorbildern ab, die in der Regel die Eltern sind. Zeige deinem Kind mit deiner Esskultur, wie du es für richtig hältst zu essen. Dabei geht es, um die Verhaltensweisen an sich. Sage selbst danke oder bitte, wenn du etwas haben möchtest, wo du nicht herankommst. Auch hier reicht es das ganze vorzuleben und nicht mit Druck, "Wie heißt das?", heranzugehen. 

Brei oder BLW? 

Um ein gesundes Gefühl für Nahrung und Lebensmittel zu bekommen, ist BLW die bessere Variante. Das Kind kann selbst die Nahrung ertasten und die Hand-Mund-Koordination üben, wenn es zum Beispiel die Nudel zum Mund führt. Auch für dich als Mama oder Papa hat es den Vorteil, dass du selbst essen kannst und dein Kind auch selbst isst. Beim Füttern von Brei, hat das Kind wenig Chancen selbst zu agieren, zu fühlen und kennen zu lernen. 


Merke dir eins, es hängt viel mehr von dir ab, als vom Kind selbst. Wir sind die Vorbilder und die Kinder nehmen unser Verhalten, als das Richtige an. Auch dein Rülpsen oder Messer ablecken. 



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