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Wie Kinder lernen

Wie Kinder lernen

Jeder Mensch lernt sein Leben lang. Nach der Geburt legt das Baby erst richtig los. Innerhalb der ersten Jahre lernen Kinder sehr viele neue Fähigkeiten und erlangen Wissen. Wie etwas funktioniert, wozu etwas da ist und was es kann. Am spannendsten sind die Altersphasen, in denen die kniffligen Warum-Fragen auftauchen. Da wünscht sich manch einer die vielen Was-das-Fragen zurück. 

Wie lernen Kinder in jungen Jahren eigentlich und was kann ich dabei beachten, um den Prozess zu unterstützen? 

Lernen durch Nachahmung

Nachahmung ist eines der ersten Lernformen. Es beginnt schon ganz früh, wenn Babys versuchen die Mimiken der Bezugspersonen nachzuahmen. Im Verlauf der ersten Jahre kommen sämtliche Tätigkeiten hinzu, wie Laute, Bewegungen, Verhaltensweisen oder Handlungsabläufe. 

Was jeder wissen sollte ist, dass die Personen nachgeahmt werden, die als Vorbild gelten. Oft sind dies die Eltern, Geschwister oder sonstige enge Bezugspersonen. Da sollte Mama sich, das Ablecken des Messers, schon bei Geburt abgewöhnen, wenn es das Kind später nicht machen sollte.

Es wird nicht nur das von uns erwünschte Verhalten nachgeahmt, wie das Zähne putzen oder Schuhe anziehen, sondern auch die Verhaltensweisen die nicht erwünscht sind. Darunter immer zu finden, wie miteinander gesprochen wird, Schimpfwörter oder Gestiken. Daher solltest du immer darauf achten wie du selbst deinem Kind gegenüber trittst. Sprichst du ruhig und wertschätzend mit deinem Kind, ist es sehr wahrscheinlich, dass es dir auch so gegenüber tritt. Es wird nicht umsonst gesagt, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt! 

Wie du unterstützen kannst 

Sei dir immer bewusst, dass du ein Vorbild sein könntest und auch bist. Verhalte dich also so, wie du es gern von deinem Kind erwarten würdest oder wie dir dir es wünscht, behandelt zu werden. Kommst du deinem Kind pampig, dann wundere dich nicht, wenn es das Selbe bei dir macht. 

Vorleben, heißt das Zauberwort. Lege das Verhalten an den Tag, wie du es für richtig hältst und was dein Kind mitnehmen soll. Dadurch kannst du deine Werte und Umgangsformen weitergeben. Zeige es vor, wie es dein Kind übernehmen soll. Dein Kind wird von selbst dein Verhalten spiegeln. 

Lernen durch Versuch und Irrtum

Irren ist menschlich und ist wichtig. Daraus entstehen die wichtigsten Erkenntnisse, um daraus zu lernen. Es braucht manchmal viele Versuche, um ein Ziel zu erreichen. Auf diesem Weg des Lernens kommt es nicht selten vor, dass Fehler gemacht werden. Genau die sind wichtig und der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen. Dabei wird nicht nur das Ziel erreicht und wie man dahin kommt, sondern noch viele weitere Informationen, über die Fehlersuche aufgenommen. A

Nehmen wir ein Beispiel. Kinder lieben Schlüssel und wollen nicht selten selbst die Tür aufschließen. Am Bund hängen viele Schlüssel und das Kind wird, wenn es die Zeit bekommt, von allein den richtigen Schlüssel finden. Es wird alle ausprobieren, bis einer passt und das Türschloss aufgeht.
Im jüngeren Alter, kann man diese Art von Lernen an einer Steckbox ebenfalls beobachten. Der Würfel wird tausend Mal probiert, durch die falschen Öffnungen, in die Box zu stecken. Bis das Kind die richtige Form gefunden hat, durch die der Würfel passt. Nach ein paar Versuchen, mit Erfolg, wird es gelernt haben, dass der Würfel nur durch dieses eine Loch durchpasst.

Wie du es unterstützen kannst 

Gebe deinem Kind die nötige Zeit. Lass es erst einmal selbst ausprobieren und schreite nicht gleich ein und zeige wie es geht. Oft finden Kinder auch ganz eigene kreativere Lösungen für ein Problem, als wir Erwachsenen. Durch die missglückten Versuche macht das Kind wichtige Erfahrungen zum Beispiel, das die Suppe vom Teller läuft, wenn man ihn nicht gerade trägt oder das die Spitze vom Stift abbricht, wenn man zu sehr aufdrückt. 
Gebe kleinere Hilfestellungen, wenn dich dein Kind danach fragt und lege nicht die komplette Lösung offen.

Mit diesen zwei Arten des Lernens erhält ein Kind viele wichtige und hilfreiche Informationen über seine Umwelt und sich selbst. Jedes Kind benötigt seine eigene Zeit, in seinem eigenen Tempo, doch es wird früher oder später zum Ziel kommen. Mit Druck und Strafen wird das Kind eher in dem Lernprozess gehemmt, weil es mit Angst oder eingeschüchtert handelt. Der hohe Erwartungsdruck der Gesellschaft, sollten die Eltern abfangen und nicht an das Kind weitergeben. Dies gilt auch unter den Eltern selbst. 

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