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Familienbett - Warum es das Beste ist

💤 Das Familienbett 


Oft erlebe ich es, dass viele werdende Eltern Angst vor dem Familienbett haben. Man könne das Baby überrollen, es wird nie lernen allein im eigenen Bett zu schlafen oder die Gefahr des Plötzlichen Kindstod sei viel höher. Besonders ist es das Umfeld, wovor viele Angst haben bzw. nicht als "Versager" da zustehen. Denn wer das Familienbett für sein Kind zulässt, der verzieht und verwöhnt es. So zumindest die kritischen Stimmen. 

1,80m Familienbett - Ikea Brimnes

Im Familienbett schlafen ist normal

Wenn man in die Geschichte der Menschheit schaut, dann war es überlebenswichtig für Babys und Kinder, nah bei den Eltern zu sein. Dies beinhaltet auch das Schlafen, die Zeit in der ein kleines Baby sehr verwundbar ist. Feinde hätten es leicht gehabt, ein allein liegendes Baby zu fressen. 

Aus dem Grund schlafen Babys liebend gern auf den Eltern, vorzugsweise die Mutter, da dies ein Urinstinkt des Babys ist. Bei Erwachsenen erhält ein Baby oder auch ein Kind den nötigen Schutz, den es früher beim Schlafen benötigte. Dass nun in unserer heutigen Zeit, wo wir schützende Wohnungen und Häuser haben, dieser Urinstinkt überflüssig ist, dass wissen die Kleinen nicht.

Der Urinstinkt ist bei jedem Baby unterschiedlich ausgeprägt, weshalb manche Babys auch ohne Schreien oder häufiges Aufwachen im eigenen Bett schlafen. Dies ist jedoch nicht von der Natur so vorgesehen. 


Kein höheres Risiko für den Plötzlichen Kindstod

Die WHO und Unicef empfehlen ebenfalls das Schlafen im Familienbett. Die Initiative "Babyfreundlich", von den Organisationen, hat ein Infoblatt dafür herausgebracht. Dieses erhält man, nach der Geburt, in "Babyfreundlich" zertifizierten Krankenhäusern.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Risiko, des Plötzlichen Kindstod, dabei nicht höher ist, wenn man gemeinsam im Familienbett schläft, wenn:

* die Eltern keine Raucher sind , 
* sie keinen Alkohol getrunken haben , 
* nicht krank oder aus einem anderen Grund nicht in der Lage sind, auf das Baby zu reagieren, 
* keine Drogen oder Medikamente genommen haben, die schläfrig machen. 

Beachtet man diese Punkte, dann ist das Risiko nicht höher, als wenn das Baby im eigenen Bett schliefe. Plötzlicher Kindstod bedeutet, dass die Todesursache nicht festzustellen ist. Heißt, wenn es überrollt wird, von der Decke zugedeckt wird, dann ist es kein Plötzlicher Kindstod.


Worauf man achten sollte

Natürlich müssen auch bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, wenn man sich dafür entscheidet. Darunter gilt die Sicherheit. Damit das Baby nicht erstickt, herausfallen kann oder unterkühlt sind diese Punkte wichtig:

*keine weiche, ausgelegene Matratze verwenden, harte Matratzen sind ideal
*kein Wasserbett 
*ideale Zimmertemperatur bei 18°C/19°C
*das Baby schläft in Rückenlage in einem Schlafsack

*das Baby schläft nicht neben den älteren Geschwistern, sondern durch ein Elternteil getrennt von ihnen 
*Rausfallschutz anbringen 
*unnötige Kissen oder Decken entfernen 
*Babys Kopf liegt neben oder besser höher, als der Kopf der Eltern 

Was du noch beachten solltest findest du hier im PDF-Dokument der Babyfreundlich.org. 

Familienbett und die Angst des Überrollens 

Ich kann es verstehen, dass man Angst hat. Ich hatte davor auch Angst und hatte auch Angst vor anderen neuen und unbekannten Situationen. Jedoch kann ich eines dazu sagen. Im Nachhinein, wenn man alle Hinweise und Sicherheitsvorkehrungen einhält, kann eigentlich nichts passieren. Ich liege heute noch sehr starr im Bett, wenn ich neben meiner Tochter schlafe. 

Ich wache genauso in der Position auf, wie ich eingeschlafen bin. Wenn du Angst hast, dass es dein Partner sein könnte, der nachts sehr unruhig schläft, dann lege dein Baby nicht zwischen euch, sondern an den Bettrand. Dort solltest du auch einen Rausfallschutz anbringen! 

Rausfallschutz am Ikea Brimnes Bett

Auch im Krankenhaus habe ich mit ihr im Bett zusammen geschlafen. Es stand an der Wand und ich hatte sie immer im Arm und auch dort lag ich still und starr da. Die Hormone und der Mutterinstinkt sind da sehr hellhörig, auch was die Geräusche des Kindes angehen. Man wird wach, wenn sich das Baby bewegt oder weint. Daher hat sich unser Still-Licht immer bewährt, um zu sehen was los ist. 

Individualität 

Am Ende muss es jede Familie selbst entscheiden. Nur die Ängste, sind oft aus Unwissenheit oder unbegründet. Ein Kind was im Elternbett schläft, wird irgendwann allein ausziehen, wenn es bereit dafür ist. Manche Kinder sind es mit 3 Jahren, andere mit 7 Jahren und manche kommen auch gern mit 10 nochmal früh im Elternbett kuscheln. Doch ich kenne kein Kind, was seinen ersten Freund mit im Familienbett hatte.


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