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Habe ich genug Milch?

🤱🏼 Habe ich genug Milch? 


Diese Frage wird sich jede stillende Mama schon einmal gestellt haben. Es wird immer wieder Phasen geben, an denen du daran Zweifel hast. Ich hoffe mit diesem Beitrag kann ich dir die Angst etwas nehmen.

Stillen in den ersten Monaten 


Die Milchbildung anregen

Gerade in den ersten Tagen und Wochen werdet ihr zusammen viel Zeit mit dem Stillen verbringen. Ihr beide müsst euch als Team einspielen und der Milchfluss muss angekurbelt werden. Daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn dein Baby viel an der Brust nuckelt. Durch das Saugen an der Brust, den Hautkontakt zwischen dir und deinem Baby und die körperlichen Hormone wird die Milch, aus dem Blut, gebildet. 

Durch das Saugen werden Hormone freigesetzt, die den Milchspendereflex auslösen. Durch ihn kommt das Baby an die wertvolle Milch und kann trinken. Auch bei reinem Hautkontakt, wie kuscheln oder tragen, wird dieses Hormon freigesetzt. 

Zeitiges anlegen nach der Geburt, viel Körperkontakt, häufiges Anlegen und langes Trinken und Nuckeln lassen, regen die Milchbildung an. Die Nachfrage regelt das Angebot, heißt es auch in der Wirtschaft und kann auch auf die Milchproduktion angewandt werden. 

Das Baby hängt ewig an der Brust 

Wie im vorherigen Absatz erwähnt, hängt die Milchbildung von der Nachfrage ab. Vor allem bei Entwicklungschüben, Wachstumsphasen oder vermehrter Aktivität des Babys benötigt es mehr Milch und Energie. Dabei kommt es dazu, dass das Baby vermehrt und oft an die Brust will, um seine Milchbestellung abzugeben, damit es in den nächsten Tagen mehr Milch zur Verfügung hat. 

Viele Mütter kennen es vielleicht. Es gibt Tage mit Baby an denen es auch gut bis zu 6 oder mehr Stunden an der Brust stillen mag. Solche Phasen nennt man auch Clusterfeeding. 

Das Baby trinkt dabei kleinere Mengen und schläft oft nuckelnd an der Brust ein. Da Muttermilch schnell verdaut ist, wacht es wieder hungrig auf. Dieses Phänomen tritt besonders in der Anfangszeit auf, an heißen Sommertagen und dann bevorzugt abends. 

Woran merke ich, wenn das Baby zu wenig Milch trinkt? 

Es gibt einige Hervorgehensweisen und Faktoren die darauf hindeuten.

Das Saugverhalten
Ob dein Baby wirklich trinkt kannst du herausfinden in dem du den Kiefer beobachtest. Während des Trinkens wird der Kiefer weit nach unten gezogen und verharrt kurz am weitesten Punkt. Als Mama merkt man wie die Brustwarze weiter hineingezogen wird und nimmt dabei auch Schluckgeräusche wahr. Manchmal sieht man auch in den Mundwinkeln wie die Zunge saugt. 

Die Ausscheidungen 
Es wird gesagt, dass ein Baby in 24h 6-7 nasse Windeln haben sollte. Stillstuhl kann von jeden Tag öfters bis zu 14 Tagen normal sein. 

Das Gewicht 
Dies ist mit der wichtigste Faktor. Wenn das Baby abnimmt, anstatt zu zunehmen, dann ist dies ein Hinweis für zu wenig Milch. Natürlich sollte dies von der Hebamme oder dem Arzt kontrolliert werden. Versuche am besten mit abgepumpter Muttermilch zu zufüttern. Durch das extra Pumpen wird die Milchbildung zusätzlich angeregt. 

Lasse auf jeden Fall auch die Anatomie des Babys auf mögliche Stillkomplikationen untersuchen. Dazu gehören zb. Neugeborenen Gelbsucht, die das Kind schwächt und müde macht, oder auch das Zungenband, welches eventuell zu kurz ist und mit einem kleinen Schnitt zu Besserung verhelfen kann. 

Eine kompetente Stillberatung findest du bei der La Leche Liga.


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